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Mobile Methoden

Der Trend, das Festnetztelefon zugunsten eines Mobiltelefons aufzugeben, h√§lt weiter an. Nur mehr 50% aller Haushalte in √Ėsterreich verf√ľgt √ľber einen Festnetzanschluss. In Haushalten, die nur √ľber Mobiltelefone verf√ľgen, leben vor allem j√ľngere Personen mit (noch) geringem Haushaltseinkommen (Quelle: RTR). Um diese Menschen mit Marktforschung zu erreichen, bietet sich der mobile Kommunikationskanal an. Die starke Nutzung des mobilen Internets bei j√ľngeren Konsumenten bietet die Chance, diese Zielgruppe mit mobilen Forschungsmethoden zu erreichen. Auch Personen die aus beruflichen oder privaten Gr√ľnden h√§ufig unterwegs sind, k√∂nnen √ľber das Mobiltelefon befragt werden.

Mobile Methoden erm√∂glichen neue Formen der Datenerhebung. Mobile Markt- und Sozialforschung ist im engen Sinn der √úberbegriff f√ľr Forschungsmethoden, die die Funktionen von Mobiltelefonen, insbesondere Smartphones, abseits von Sprachtelefonie, ohne Interviewer-Unterst√ľtzung verwenden. Sie setzt die St√§rken der Mobilfunktechnologie als Kommunikationskanal zu und von den Menschen in der Forschung ein.

Eine wesentliche Eigenschaft von mobilen Erhebungsmethoden ist ihr kontextsensitiver Charakter, d.h. die Möglichkeit der Erfassung des Kontextes und damit Erreichbarkeit von Menschen in jenen Situationen, in denen sie sich gerade befinden. Mobile Forschungsmethoden dienen als Instrumente zu einem besseren Verständnis des Lebensumfeldes.

Die hohe Antwortgeschwindigkeit bei mobilen Web-Umfragen ist in Studien bereits mehrfach belegt. Innerhalb der ersten Stunde kann mit rund 50% R√ľcklauf der gesamten Stichprobe gerechnet werden. Dies ergibt sich durch die M√∂glichkeit der Orts- und zeitunabh√§ngigen Beantwortung, da nicht erst gewartet werden muss, bis ein PC mit Internetzugang verf√ľgbar ist. √úberall dort, wo Mobilfunknetzabdeckung oder WLAN gegeben ist, kann mit geeigneten mobilen Endger√§ten eine Umfrage beantwortet werden.

Webbasierte Umfragen, die auf Smartphones ausgef√ľllt werden, haben sich als mobile Erhebungsmethode bew√§hrt. Dabei erfolgt die Einladung zu den mobilen Umfragen per SMS, E-Mail oder passiv, in dem ein QR-Code von den Umfrageteilnehmern eingelesen wird der zur Befragung f√ľhrt. Links bzw. Banner zu mobilen Umfragen k√∂nnen auch in Apps integriert werden, um beispielsweise die Benutzbarkeit und Akzeptanz der Applikation zu √ľberpr√ľfen. Ergebnisse belegen, dass immer mehr Teilnehmer von klassischen Online-Umfragen diese √ľber mobile Endger√§te ausf√ľllen. Daher ist es bei der Konzeption von Online-Umfragen wesentlich, auch die mobile Erhebungssituation zu ber√ľcksichtigen.

Eine weitere St√§rke von mobilen Umfragen ist das Erfassen von zus√§tzlichen Informationen wie der Ort, an dem die mobile Umfrage ausgef√ľllt wird und Fotos und Videos, die einen unmittelbaren Eindruck vom Erlebten geben. Multimediales Testmaterial z.B. Werbesujets, Logos und TV-Spots kann in mobile Umfragen ebenfalls eingebunden werden.

Anwendungsm√∂glichkeiten f√ľr mobile Umfragen:

  • Evaluierung von Mobile Marketing Kampagnen & mobilen Applikationen
  • Innovations-& Trendforschung
  • Kundenzufriedenheitsbefragungen
  • Werbewirkungstests

Bei mobilen Umfragen sind jedoch auch Einschr√§nkungen zu beachten. Auf Grund der derzeitigen mobilen Internet-Nutzung sind bev√∂lkerungsrepr√§sentative mobile Umfragen noch nicht m√∂glich. Limitierungen ergeben sich auch durch die mobilen Endger√§ten und Mobilfunktechnologien selbst, d.h. die teilweise aufw√§ndige Benutzung der Ger√§te, geringe Displaygr√∂√üen, unterschiedliche mobile Betriebssysteme und begrenzte Akkulaufzeiten. Auf mobilen Endger√§ten werden offene Fragen weniger umfangreich ausgef√ľllt. Ein mobiler Fragebogen sollte daher kurz gehalten werden. Wir sind der √úberzeugung, dass derzeitige, m√∂gliche technische Limitierungen in Zukunft gel√∂st werden.

Wir nutzen eine professionelle Umfragesoftware, die mobile Online-Umfragen auf unterschiedlichen Endgeräten wie z.B. iOS und Android-Smartphones benutzerfreundlich und methodisch korrekt darstellt.

In qualitativen mobilen Blogging-Studien werden Einblicke in den Alltag von Menschen gegeben. Als digitale Version der klassischen Tagebuchmethode werden Verhaltensweisen, Kommentare und pers√∂nliche Aufnahmen und Videos f√ľr ethnographische Projekte von den Teilnehmern aufgezeichnet. Das Smartphone wird dabei eingesetzt, um beispielsweise Schnappsch√ľsse von Menschen, mit denen man gerade zusammen ist und von Wohnungen, Stra√üen oder Geb√§uden, wo man sich aufh√§lt, zu machen. Wesentliche Erg√§nzung zu reinen Digitalkameras ist die √úbermittlung per Mobilfunk und damit die zeitnahe Verf√ľgbarkeit der Daten.

Dr. Emanuel Maxl hat seine Dissertations-Schrift zu Mobiler Marktforschung an der TU Ilmenau verfasst. Hier können Sie die Dissertation downloaden

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